Manche MCP-Clients akzeptieren in ihrer Konfiguration ausschließlich stdio-Server.
Claude Desktop ist so ein Fall: Das Schema hinter claude_desktop_config.json kennt nur
command, aber keine url – ein entfernter HTTP-Endpunkt wird beim Start schlicht
verworfen. Vorgesehen sind dafür Connectors in der Oberfläche, die aber nicht immer
verfügbar sind, etwa wenn eine Organisationsrichtlinie sie abschaltet.
Die Bridge schließt diese Lücke: Der Client startet sie als gewöhnlichen stdio-Server, und sie leitet alles per HTTP an den entfernten Endpunkt weiter.
Was sie übernimmt
- Session-Verwaltung – merkt sich die
Mcp-Session-Idaus der ersten Antwort, sendet sie danach bei jedem Request mit und gibt die Session beim Beenden perDELETEfrei - Streaming – liest
text/event-streamfortlaufend und gibt jede Nachricht direkt weiter, sodass Fortschrittsmeldungen während eines langen Tool-Aufrufs ankommen und nicht erst am Ende - Parallelität – jede eingehende Nachricht läuft in ihrer eigenen Goroutine, ein langsamer Tool-Aufruf blockiert also nichts anderes
- Fehlerfälle – ein Transportfehler wird zur JSON-RPC-Fehlerantwort mit der passenden Request-ID, damit der Client sofort scheitert statt endlos zu warten
Technik
Go, nur Standardbibliothek – kein Node, kein npx, keine Laufzeitumgebung. Fertige
Archive gibt es für macOS, Linux (arm64/amd64) und Windows, jedes Release mit
SHA256SUMS.
Ein angenehmer Nebeneffekt der Verbindung vom eigenen Rechner statt über die Cloud eines Anbieters: Geo-Sperren oder IP-Freigaben am Reverse Proxy können bleiben wie sie sind, und eine URL mit eingebautem API-Key verlässt das Gerät nie.