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Kuma Glance - meine Monitore auf dem Stream Deck

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Ein Dashboard, in das man nie schaut, ist kein Dashboard.

Uptime Kuma läuft hier seit Ewigkeiten und macht genau das, was es soll: Es überwacht alles, was im Haus so vor sich hin dient, und meckert, wenn etwas umfällt. Das Problem war nie Uptime Kuma. Das Problem war ich. 😅

Denn um zu sehen, wie es den Diensten geht, muss man den Browser aufmachen, den Tab suchen, einloggen – und dafür ist man im Alltag einfach zu faul. Also habe ich mir überlegt: Was, wenn das einfach auf dem Schreibtisch liegt?

Herausgekommen ist Kuma Glance, ein Plugin für das Elgato Stream Deck.

Jede Taste trägt ihren Status als Farbe - und darunter die letzten Herzschläge

Jede Taste trägt ihren Status als Farbe - und darunter die letzten Herzschläge

Eine Taste, ein Dienst

Die Grundidee ist simpel: Eine Taste zeigt einen Monitor. Der Status ist die Hintergrundfarbe, und das reicht schon für den Blick im Vorbeigehen – grün ist gut, rot ist schlecht, gelb wartet noch, blau heißt Wartung.

Dazu kommt ein Wert: aktueller Ping, Durchschnitt über 24 Stunden, Uptime über 24 Stunden oder über 30 Tage. Ein Druck auf die Taste schaltet zum nächsten Wert weiter. Und ganz unten läuft ein kleiner Streifen mit den letzten Herzschlägen mit, so wie man es aus der Weboberfläche kennt.

Wer die Taste lieber zum Steuern benutzt, kann sie aufs Pausieren und Fortsetzen legen.

Wenn es mehr Dienste als Tasten sind

Und genau das war schnell der Fall. 😄 Bei mir hängen deutlich mehr Monitore in Uptime Kuma, als ich Tasten habe – ein Stream Deck hat nun mal 15 Stück.

Die Lösung sind Tag-Übersichten: eine Taste für einen ganzen Tag, die zeigt, wie viele Monitore davon laufen. Sie wird rot, sobald einer ausfällt. Ein Druck öffnet dann einen Tag-Ordner mit einer Taste je Monitor, und wenn das auch nicht reicht, blättert die letzte Taste weiter.

Ein Tag-Ordner: eine Taste je Monitor, mit Blättern und Zurück-Taste

Ein Tag-Ordner: eine Taste je Monitor, mit Blättern und Zurück-Taste

Auf dem Stream Deck + gibt es das Ganze auch als Drehregler. Drehen blättert durch die Monitore, Drücken wechselt den Wert, und der Touchstreifen zeigt Name, Wert und Herzschläge.

Auf dem Stream Deck + übernimmt der Drehregler das Blättern

Auf dem Stream Deck + übernimmt der Drehregler das Blättern

Technisch

Das Plugin ist Node.js und TypeScript auf dem offiziellen Stream-Deck-SDK. Die Tastenbilder zeichne ich als SVG zur Laufzeit – anders bekommt man Text, Farbe und so einen Herzschlag-Streifen nicht sauber auf jede Tastengröße.

Die Daten kommen über die Socket.IO-Schnittstelle von Uptime Kuma, also genau dieselbe, die auch die Weboberfläche benutzt. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass die Tasten sofort umschlagen und nicht erst beim nächsten Abfrageintervall. Mit Uptime Kuma 1.x und 2.x funktioniert es gleichermaßen.

Beim Einrichten wird das Passwort übrigens nur ein einziges Mal benutzt, um ein Token zu holen – gespeichert wird es nicht.

Ausprobieren

Das Plugin ist offen, der Code liegt auf GitHub und es gibt fertige Releases zum Installieren:

Offiziell ist das Ganze natürlich nicht, ich habe mit dem Uptime-Kuma-Projekt nichts zu tun. ✌️